KONY 2012

Kony 2012 ist der Name einer Kampagne der in San Diego ansässigen Non-Profit-Organisation Invisible Children Inc. sowie der Name eines 30-minütigen Films zur Kampagne.

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Ziel der Kampagne ist die Bekanntmachung und Festnahme des ugandischen Rebellenführers und mutmaßlichen Kriegsverbrechers Joseph Kony. Dafür wurde am 5. März 2012 ein Video des Regisseurs Jason Russell auf den Videoportalen YouTube und Vimeo veröffentlicht. Das Video wurde schnell sehr bekannt. Innerhalb von fünf Tagen wurde das Video 70 Millionen Mal aufgerufen.

In einem lesenswerten Artikel schreibt die Süddeutsche Zeitung am 17. März 2012 unter dem Titel „Eine Kampagne, die frösteln lässt“:

„Eben noch unbekannt, jetzt allgegenwärtig: Die Macher des Videos „Kony 2012″ haben es geschafft, Millionen auf den Massenmörder Joseph Kony hinzuweisen. Das ist bemerkenswert, aber auch beängstigend. Denn wer sich der Kampagne anschließt, unterstützt einen Militäreinsatz – mit unklaren Folgen.“

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Militär oder Verhandlungen – Dialog als Weg nach vorne?

Trotzdem gibt es in Norduganda auch Stimmen, die für Verhandlungen plädieren. „Der Weg nach vorne heißt jetzt: Dialog, Verhandlungen, Versöhnung, Vergebung“, sagte Matthew Odongo, früherer Sekretär der „Friedensinitiative religiöser Acholi-Führer“.

Die Friedensinitiative – ein Zusammenschluss christlicher Kirchen und islamischer Verbände – nahm an den erfolglosen Verhandlungen mit Kony in der Vergangenheit teil.

Odongo glaubt nach wie vor, dass sich der Konflikt nicht militärisch lösen lässt – Verhandlungen sind für ihn die einzige Lösung. Doch ob diese jetzt oder später zum Erfolg führen, hängt vor allem von einem ab: dass Kony Verhandlungen ernst nimmt.