Archiv der Kategorie: WN-Spendenaktion 2015

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Kontodaten zur WN Spendenaktion:
IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88WN 14.4.2016

Leser als Retter in der Not

Abschluss der WN-Spendenaktion: Rekordsumme von 217 000 Euro sichert Projekte in Afrika und Münster

-Karin Höller- Münster – Das Elend der Menschen in Afrika und die dramatischen Flüchtlingsschicksale waren für die Westfälischen Nachrichten ein Grund, bei der WN-Weihnachtsspendenaktion diesmal drei Afrika-Projekte und nur ein Münster-Projekt zu unterstützen. Eine offensichtlich richtige Entscheidung, wie Verleger Dr. Eduard Hüffer bei der festlichen Abschlussveranstaltung der Spendenaktion im Medienhaus Aschendorff resümierte. „Die Leser haben mehr als 217 000 Euro gespendet, einen höheren Gesamtbetrag als in den Vorjahren.“ Auch Redaktionsleiter Ralf Repöhler dankte den zahlreichen Lesern, „dass sie nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Portemonnaie geöffnet haben“.

Mit der größten Spendensumme für ein Einzelprojekt wurde allerdings die ambulante Hospizbewegung Münster bedacht. Sie erhielt 52 672 Euro von den WN-Lesern. Der gemeinnützige Verein, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, möchte mit dem Geld vor allem die steigende Nachfrage nach Trauerbegleitung, für die es keine öffentliche Förderung gibt, sichern und weitere Trauerbegleiterinnen ausbilden, erklärte Vereinsvorsitzender Dr. Hermann-W. Erbslöh. Neben dem Schwerpunkt der Sterbebegleitung widmen sich derzeit 18 der 70 aktiven Mitglieder der Trauerbegleitung – eine bislang weibliche Domäne. Wegen der WN-Berichterstattung nutzen „noch mehr Menschen auch die niederschwelligen Angebote – etwa das Trauercafé“, spürt Trauerbegleiterin Gudrun Middeke.

Grund zum Jubeln hat zudem der Verein Mission Kongo, der mit Hilfe der WN-Spendenaktion die Finanzierung eines Waisenhauses in einem Stadtteil Kinshasas für die nächsten Jahre sichern kann und mithilfe eines zweiten Internetcafés den herangewachsenen Waisenkindern eine berufliche Zukunft bieten möchte. Das Projekt soll sich selber tragen und dem Waisenhaus Einnahmen für die Ernährung und medizinische Versorgung der Kinder sichern, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Daldrup. Bei ihm sprang der Funke über, als er bei einem Besuch im Waisenhaus den kleinen Simon kennenlernte, den er und seine Frau kurz darauf adoptierten und der auch bei der Abschlussveranstaltung im Medienhaus im Sturm die Herzen eroberte.

Groß ist auch die Freude bei der Ugandahilfe St. Mauritz. Die Medizinstation, die vor 20 Jahren mit Hilfe von Leser-Spenden aufgebaut wurde, soll nun um einen weiteren Trakt mit 30 bis 40 Betten sowie um Schlafsäle erweitert werden. „An diesem Wochenende wird das Grundstück eingesegnet“, berichtete Ulrich Schmitz-Hövener. In spätestens eineinhalb Jahren soll der Bau eingeweiht werden. Die Nachfrage ist groß. „Bislang kommen Menschen oft viel zu spät ins Krankenhaus“ – mit fatalen Folgen.

Über eine Kantine dürfen sich zudem fast 700 Schüler im Tschad freuen. Der Verein Afrika unterstützt in Koumaye ein Dorfentwicklungsprojekt, das 15 umliegende Dörfer einschließt. „Bislang kommen viele Kinder, die Schulwege bis zu 15 Kilometer bewältigen müssen, ohne Essen zur Schule“, erklärte Vereinsvorsitzender Maurice Allarabaye Daja. „Wir wollen den Menschen eine Perspektive geben.“ Über die Grundbildung hinaus sollen den Menschen künftig auch handwerkliche Fertigkeiten in einer Werkstatt vermittelt werden.

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Obiya Palaro – das Dorf der Hoffnung

Mit Hilfe der WN-Spendenaktion kann ein kleines Krankenhaus entstehen

-Klaus Baumeister- Münster – Dr. Sabino Odoki kommt als Bischof viel in Uganda herum. Aber ein Dorf, das eine solche Entwicklung genommen hat wie Obiya Palaro, sei die große Ausnahme. Immer wieder werde Obiya Palaro als „Corner of Hope“ bezeichnet, als Ort der Hoffnung.

Derzeit hält sich Odoki gemeinsam mit dem Pfarrer von Obiya Palaro, Father Cyprian Odongo, in Münster auf, um die weitere Arbeit mit der Uganda-Hilfe St. Mauritz abzustimmen.

Als nächster Schritt ist der Bau eines kleinen Krankenhauses geplant – finanziert mit Hilfe der WN-Spendenaktion. Es soll die erfolgreiche Arbeit der seit 20 Jahren existierenden Medizinstation auf eine neue Ebene heben. Weil die Infrastruktur des Dorfes, so der Bischof, „über Jahre hinweg organisch gewachsen ist, haben die Menschen auch Verantwortung dafür übernommen“. In Obiya Palaro vor den Toren der Regionalhauptstadt Gulu leben 16 000 Menschen. Im Umfeld sei es „schätzungsweise noch einmal die gleiche Anzahl“.

Da gute Kontakte zu dem Regionalkrankenhaus in Gulu bestehen, sind sich Bischof Odoki und Pfarrer Odongo sicher, dass es auch eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Krankenhaus geben werde. Zu den Strategien der Uganda-Hilfe St. Mauritz gehört es, den im Dorf beschäftigten Lehrern und Krankenschwestern auch Unterkünfte zu bieten sowie den künftig im Krankenhaus tätigen Ärzten.

Besonders froh ist Bischof Odoki, dass der Bürgerkrieg beendet ist. Die politische Situation in Uganda sei inzwischen so stabil, dass sich die Rebellen in die Nachbarländer verzogen hätten.

Im Januar wird das Baufeld planiert

Bau des kleinen Krankenhauses im Norden Ugandas steht in den Startlöchern

-Klaus Baumeister- Münster – „Die erste Rate ist bereits auf dem Weg nach Uganda.“ Ulrich Schmitz-Hövener, Vorsitzender der Uganda-Hilfe St. Mauritz, ist glücklich über den bisherigen Verlauf der WN-Spendenaktion.

Erst jüngst hat er sich darüber informieren lassen, dass bereits im Januar in dem Partnerdorf Obiya Palaro im Norden Ugandas mit dem Herrichten des Baufeldes für das geplante Kleinkrankenhaus begonnen werden soll. Für die ersten Module reicht das Geld auf jeden Fall, weitere Baumodule sollen folgen entsprechend der Fortschritte bei der Finanzierung.

Frei nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ hat die Initiative der Uganda-Hilfe, die seit über 20 Jahren in Obiya Palaro aktiv ist, bereits jetzt reiche Frucht getragen. Das Gesundheitsministerium Ugandas beteiligt sich nämlich an der Finanzierung und übernimmt auch die Entlohnung der Ärzte, die künftig in dem Kleinkrankenhaus arbeiten. Gute Kontakte hat die Dorfgemeinschaft von Obiya Palaro und das Bistum Gulu als Träger der sozialen Einrichtungen auch zu einer amerikanischen sowie zu einer italienischen Ordensgemeinschaft, sodass die Förderung auf vielen Schultern lastet.

Seine große Hoffnung setzt Ulrich Schmitz-Hövener auf die Kinder und Jugendlichen, die derzeit in Obiya Palaro die Schule besuchen. „Es ist die erste Generation, die frei von den Wirren des Bürgerkrieges aufgewachsen ist.“ Entsprechend groß sei der Tatendrang dieser jungen Menschen. Angesichts einer inzwischen gut funktionieren Infrastruktur „schauen sich die jungen Menschen jetzt nach Verdienstmöglichkeiten um“. Gleichwohl sind unverändert rund 90 Prozent der Menschen im Dorf Selbstversorger mit nur sehr geringen Zuverdienstmöglichkeiten.

 

Impfaktionen weit draußen

Ugandahilfe St. Mauritz hat im Partnerdorf ein funktionierendes Netz medizinischer Hilfe aufgebaut

-Klaus Baumeister- Münster – Wer das Dorf Obiya Palaro im Norden Ugandas verlässt, ist nach nicht einmal zwei Kilometern im tiefsten afrikanischen Busch. Die Menschen hier leben in einfachsten Hütten ohne Strom und fließend Wasser. Als bäuerliche Selbstversorger müssen sie nicht hungern, aber das Wohlstandsniveau ist extrem niedrig.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist eine medizinische Versorgung nach westlichem Standard im Norden Ugandas vollkommen undenkbar. Gleichwohl sind funktionierende Strukturen erkennbar. Getragen werden sie von der Medizinstation in Obiya Palaro, die wiederum unterstützt wird von der Uganda-Hilfe St. Mauritz.

Konkret verfügt die Medizinstation über ein Fahrzeug und einen Fahrer, der regelmäßig eine Krankenschwester zu den entlegenen Siedlungen chauffiert, damit sie dort Impfaktionen durchführt.

Auf dem Programm stehen Hepatitis, Tuberkulose und Tetanus. Diese Form der Gesundheitsvorsorge zeigt bereits Wirkung, die Zahl der entsprechenden Erkrankungen ging zurück.

Rund 1200 Kinder aus der Region besuchen die Schule in Obiya Palaro. „Die Kinder nehmen bis zu zehn Kilometer Fußweg in Kauf, um am Unterricht teilnehmen zu können“, berichtet Ulrich Schmitz-Hövener, Vorsitzender der Uganda-Hilfe St. Mauritz.

Da Schule und Medizinstation eng zusammenarbeiten, durchlaufen alle Kinder ganz automatisch alle Impf- und sonstigen Vorsorgeprogramme.

Damit nicht genug: Die Kinder tragen auch den Gedanken der Gesundheitsvorsorge mit nach Hause, erzählen von den Impfungen und der Medizinstation. „Das hilft, die Akzeptanz der älteren Menschen zu erhöhen“, so Schmitz-Hövener. Schmunzelnd berichtet er von einer Impfaktion, die er selbst miterlebt hat. „Manchem Dorfbewohner schlotterten beim Anblick der Spritze die Knie.“

In einem weiteren Schritt möchte die Uganda-Hilfe mit Hilfe von Spendengeldern in Obiya Palaro ein kleines Krankenhaus bauen, weil es bislang keine Möglichkeit einer stationären Behandlung gibt. Auch diese Nachricht werden die Schulkinder in ihre Familien tragen und damit ein weiteres Element der medizinischen Versorgung im Norden Ugandas bekannt machen. Längst hat sich in den Siedlungen auch herumgesprochen, dass in Obiya Palaro ein Geburtshaus existiert und die Medizinstation junge Mütter und ihre Babys betreut.

Schritt für Schritt wurde auf diesem Wege – mit Hilfe der Freunde aus St. Mauritz in Münster – ein System aufgebaut, das Menschen hilft, die weit draußen im afrikanischen Busch leben

WN-Artikel

 

Baufeld ist bereits vermessen

Dorf Obiya Palaro in Uganda bereitet sich auf neues Krankenhaus vor / Größe je nach Spendenaufkommen

-Klaus Baumeister- Münster – Afrikaner sind pragmatisch. Im kommenden Frühjahr wird in dem Dorf Obiya Palaro im Norden Ugandas eine 40 mal 20 Meter große Betonplatte gegossen. Je nachdem, wie viel Geld bei der WN-Spendenaktion zusammenkommt und wie viel Geld das zuständige Bistum Gulu als Bauherr sonst noch auftreiben kann, wird ein Viertel der Betonplatte bebaut, die Hälfte oder im Idealfall sogar die ganze Platte. Baufeld ist bereits vermessen weiterlesen

Wohlstand auf Afrikanisch-WN-Weihnachtsspendenaktion

Zeitungsartikel in den Westfälischen Nachrichten am 21.11.2015

Uganda-Hilfe St. Mauritz möchte Medizinstation im Dorf Obiya Palaro um einen Bettentrakt erweitern

-Klaus Baumeister- Münster – Die rund 20 000 Einwohner in dem Dorf Obiya Palaro im Norden Ugandas sind – gemessen an westlichen Standards – sehr arm. Niemand besitzt ein Auto. Strom und fließend Wasser sind ein seltener Luxus. Niemand hat einen Beruf, wie wir ihn kennen. Alle sind Selbstversorger, alle leben von dem, was das Land um ihre kleinen Behausungen herum hergibt.

Wohlstand auf Afrikanisch-WN-Weihnachtsspendenaktion weiterlesen

Helfen mit Freude – Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V. ist Projektpartner der WN-Spendenaktion 2015

Jetzt ist es amtlich: Nachdem der Vorstand bereits vor einigen Tagen mündlich und schriftlich die freudige Nachricht erhalten hat, zum 2. Mal zu den  Projekten zu gehören, die im Rahmen der jährlich stattfindenden WN-Weihnachts-Spendenaktion berücksichtigt werden, kann man es jetzt auch schwarz auf weiß in der aktuellen Ausgabe WN vom 02.11.2015 lesen. Die WN schreibt:

Helfen mit Freude

Startschuss vor 20 Jahren: Jetzt soll die Medizinstation der Uganda-Hilfe ausgebaut werden

von Klaus Baumeister

Helfen mit Freude – Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V. ist Projektpartner der WN-Spendenaktion 2015 weiterlesen