Archiv der Kategorie: Berichte aus Uganda

Lehrerin des Annette-Gymnasiums kümmert sich um Kriegsflüchtlinge

Sehnsucht nach Alltag

Von Klaus Baumeister

Ihr Sabbatjahr hat Henrike Quest nach Uganda geführt. In dem Partnerdorf des Annette-Gymnasiums, Obiya Palaro im Norden Ugandas, kümmert sie sich um Kriegsflüchtlinge aus dem Südsudan. 

Wenn  Henrike Quest nach den Sommerferien ans Annette-Gymnasium zurückkehrt, hat sie eine Menge zu erzählen. Das Sabbatjahr der Mathematik- und Pädagogiklehrerin hat sie unter anderem zur Gemeinde St. Mauritz in Obiya Palaro im Norden Ugandas geführt. Das Annette-Gymnasium ist mit dieser Gemeinde eine Partnerschaft eingegangen.

„Nach meinem Abitur war ich in einem Hilfsprojekt in Kenia, und seitdem ist meine Liebe zu dem Kontinent nicht abgebrochen.“ In Kenias Nachbarland Uganda war Quest jetzt beteiligt, als in St. Mauritz ein sehr ehrgeiziges Projekt umgesetzt wurde. Die Kirchengemeinde nahm 32 Flüchtlingskinder aus dem Südsudan auf.

Hilfe für Kinder

Die Kinder stammen aus einem Flüchtlingslager rund 70 Kilometer nördlich von Obiya Palaro. Im Zuge der Bürgerkriegswirren wurden die Kinder von ihren Eltern getrennt und sind jetzt auf sich allein gestellt. Untergebracht sind sie in einem Übernachtungsgebäude, das der Schule zugeordnet ist. Das Haus teilen sich die Kinder mit Schülern aus dem Umland, für die der Schulweg nach St. Mauritz zu weit ist.

In einer Mail aus Obiya Palaro schreibt Henrike Quest: „Es bedrückt natürlich, wenn die Kinder von ihren Erfahrungen im Krieg und auf der Flucht berichten.“ Zum Hintergrund: Im Südsudan tobt ein heftiger Bürgerkrieg, Hunderttausende sind in den Norden Ugandas geflüchtet. Quest weiter: „Aber ich finde es ebenso beeindruckend, dass einige Kinder schon so weit sind, über diese Erfahrungen reden zu können.“ Die Kirchengemeinde und die Dorfbewohner seien bemüht, den Kindern „ihren Alltag und ein Stück Normalität“ zurückzugeben. Stundenlang werde derzeit auf dem Fußballplatz gespielt. Die beiden Fußbälle, die die Lehrerin aus Münster spendierte, „befinden sich im Dauereinsatz“.

Neue Spendenaktion  

Im engen Kontakt steht Henrike Quest mit Ulrich Schmitz-Hövener von der Uganda-Hilfe St. Mauritz in Münster. Das Hilfswerk baut seit 30 Jahren die Infrastruktur in dem Dorf auf und hat jetzt eine neuerliche Spendenaktion gestartet, um Geld für die Flüchtlingskinder zu sammeln. Ihr Ansprechpartner ist dabei Cyprian Odongo, der Pfarrer in Obiya Palaro. Einige Tausend Euro werden benötigt, um für die Kinder Kleidung, Schulutensilien und Hygieneartikel (Seife, Zahnbürsten und mehr) kaufen zu können. Auch übernimmt die Kirche die Kosten für die Ernährung der Kinder.

Wer spenden möchte (bitte Stichwort „Flüchtlingskinder Südsudan“ angeben), findet konkrete Hinweise auf der Homepage der Uganda-Hilfe St. Mauritz.

Projekt Unterstützung von Flüchtlingen in unserem Projekt

Pupils from Palabek settlement camp in Obiya Palaro from Fr. Cyprian Odongo – Obiya Palaro 2019-03-02

St. Mauritz Obiya Palaro has received 32 pupils from Palabek refugees’ Settlement camp. These are children of the refugees from South Sudan who are in Uganda due to war and fighting in their country. Palabek settlement camp is located 77kilometers North towards South Sudan from our projects in Obiya Palaro Gulu. Many of these children do not have their parents and some do not know whether their parents are alive or not because when the war and fighting broke out in South Sudan, people were scattered and some managed and made it to Uganda and these children came along with them. Many international and local non-governmental organisations are trying their best to help them by meeting some basic needs. 

Personally, I have visited the camp many times. Our volunteers from Muenster Germany in the person of Judith Eveding, Sabrina Jevric, Christina Strobel, Henrike Quest and Nicola Tomlin have visited this Settlement camp. In 2018 November Uli, Andrea and John who visited the projects in Obiya Palaro also extended their visit to the Settlement camp. 

Fr. Arasu Lazarus who is officially appointed by the Archbishop of Gulu Archdiocese is taking care of the basic spiritual needs for many refugees in the camp and through supports of Don Bosco community worldwide they are running many activities for the refugees. In cooperation with the families of the children, camp leaders, local leaders, government offices and the priests who are based and working in the camp we have agreed to move some of these children out the camp and bring them to place where they can learn something different which can give them hope and therefore Obiya Palaro Gulu was found to be one of the best places can offer them good environment to be educated and also learn and see the projects since there are most of the basic things like running water, electricity, hospital, etc compared to what is offered in the settlement camp. 

These children are affected psychologically by what they went through like seeing their parents or guidance murdered, other siblings abducted or killed, spending nights in the jungles sometimes in heavy tropical rain, seeing friends and relatives sexually abused by armed soldiers, walking long distance without food and all shorts unspeakable things that some of are afraid to speak about them.

On arrival in Obiya Palaro from the settlement camp, after medical examinations from our medical station or health centre in Obiya Palaro, many of these children were found to have a lot of health complicated cases like skin diseases, poor hygiene, malnourished, some are HIV Positive and are on ARVs treatments, and many others. 

The projects in St. Mauritz Obiya offer some basic things that are needed to make these children have hope through providing clean water, better food, routine check ups in the health centre and offering basic treatments, education, and spiritual activities like celebrating mass and singing in the church and other games like football and netball and others. As a priest and as someone who spent have of his life during war in the Northern part of Uganda, I am constantly encouraging them not to lose hope because the northern of Uganda also experienced war and fighting and these projects in Obiya Palaro survived of which during the time of war it was referred to as a corner of hope. They should be focused on their education so that after war they can go build their country.

An appeal:

Dear friends and all well-wishers, I am appealing for supports to help these children to be much better when there here because our capacity can not solder all the things needed for them. They basic things for their education like books, school fees, school uniforms as in the case of Uganda, bed sheets and blankets, food, medical fees for their treatments, and others. Any donation will help us to make the children from South Sudan have a better life in Obiya Palaro. 

Thank you very much. 

Yours Fr. Cyprian Odongo 

Parish Priest St. Mauritz Obiya Palaro.

St. Mauritz Obiya Palaro nimmt 32 geflüchtete Kinder aus dem Südsudan auf

Frieden. Sicherheit. Ein sicheres Zuhause. Gutes Essen und genug für alle. Sauberes Wasser. Gute Lehrer. Ein Krankenhaus in der Nähe. 

Das sind Dinge, die die Kinder aus dem Südsudan besonders an St. Mauritz Obiya Palaro mögen. 

Henrike Quest, Lehrerin am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster und zu Besuch in Obiya Palaro 

Man könnte meinen, es sei selbstverständlich, dass ein Kind genug zu essen hat, ohne Angst schlafen und morgens zur Schule gehen kann. Aber die 23 Mädchen und 9 Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren, die seit Anfang Februar in St. Mauritz leben, sind teilweise hunderte Kilometer weit zu Fuß geflüchtet, bevor sie in einem Flüchtlingscamp in Uganda und schließlich in St. Mauritz Sicherheit finden konnten.  

Über 20 Jahre lang kämpfte der Südsudan für seine Unabhängigkeit. 2011 war es endlich so weit. Reich an Ölvorkommen und Weideland hofften die etwa 12 Millionen Einwohner des nun jüngsten Landes der Welt auf friedlichere Zeiten und feierten die Unabhängigkeit mit Trommeln und Gesängen auf der Straße. Die Hoffnung schwand jedoch 2013 als der Präsident Salva Kiir – vom Stamm der Dinka, seinem Vize Riek Machar – vom Stamm der Nuer, so sehr misstraute, dass er ihn entließ. Ein politischer Machtkampf begann, in dem sich immer mehr Südsudanesen mit ihrem Stamm solidarisierten. Ein brutaler, blutiger Bürgerkrieg beginnt. 

Auch ein Friedensabkommen im Jahr 2015 brachte keinen dauerhaften Frieden um die politische Macht und die wertvollen Ölressourcen des Landes; es hat sich inzwischen zu einem Konflikt zwischen Ethnien entwickelt. 2016 spitzte sich die Situation so sehr zu, dass ein Großteil der internationalen Politiker und Botschafter aus dem Land gebracht wurde, da es zu gefährlich wurde. 

Seit Kriegsbeginn wurden zehntausende Menschen getötet, hunderttausende leiden an Hunger und fast 4 Millionen Südsudanesen fliehen aus ihrem Heimatland. Knapp 1 Millionen Flüchtlinge suchen Zuflucht in Uganda. 

32 geflüchtete Kinder leben nun in St. Mauritz Obiya Palaro und gehen hier zur Schule. Sie alle sind hochmotiviert, Schreiben und Lesen zu lernen und einen Schritt in eine bessere Zukunft zu machen. Aber sie alle sind auch traumatisiert durch die Erfahrungen, die sie im Krieg und auf der Flucht gemacht haben. Einige von ihnen haben Menschen sterben sehen, Familienmitglieder verloren und tagelang hungern müssen. Andere erinnern sich daran, dass sie morgens in der Schule vom Krieg überrascht wurden. All das muss verarbeitet werden. 

Liebevoll und engagiert kümmert sich vor allem Sister Janet um die Mädchen und Jungen, trifft sich regelmäßig mit ihnen, organisiert Spiele im Freien, spricht über Erinnerungen, Erlebnisse und über Zukunftswünsche. Eine Sache wünschen sich fast alle Kinder: ‚Das Geschehene auch mal vergessen, am liebsten beim Fußballspielen‘.

Diesen Wunsch konnte ich ihnen nicht abschlagen. Wenige Tage später gehen 5 Schüler, Sister Janet und ich ins Dorf, um Bälle zu kaufen. Ich muss im Cafe um die Ecke warten. Denn sobald eine Mzungu (eine Weiße) einen Laden betritt, steigen die Preise urplötzlich ins Unermessliche an. Eine Kaffeelänge später präsentieren mir die Kinder stolz die 2 Fußbälle und 2 Tennisbälle, jeweils für die Mädchen und für die Jungen, die sie dank ihres Verhandlungsgeschicks für umgerechnet etwa 20 Euro bekommen haben. 

Seitdem nutzen sie fast jede freie Minute auf dem Fußballplatz – Momente, in denen sie vergessen können. Momente, in denen sie einfach nur Kind sein können. 

New years report Father Cyprian 2018

Dear Friends in Germany,

Greetings and best wishes to you all. 

Christmas and the New Year have come. Every year we celebrate these days – it is all new experience. We give thanks to God and we congratulate each other for being friends and for working for humanity and ourselves as well. Some of our friends didn’t make it up to this time. We thank them for being our friends and all their contributions and we also thank God for bringing them into the world (May their souls rest in eternal peace). We continue to pray for their family members and all relatives to be strong and to move on with life. 

Friends, this year 2018 is a big success for our projects in St. Mauritz Obiya Palaro. Many things have been achieved. 

Nursery school: 230 pupils registered at the beginning of the year and 220 pupils were present at the end of this year.

Primary: 803 pupils were registered at the beginning of the year and 771 were present at the end of the year.

Dormitory: It was officially opened this year and handed over to St. Mauritz Obiya Palaro. 72 pupils, both boys and girls from our school, used it during 3rd term this year and 140 students from Lira School of Nursing rented it for 60 days. 212 students used the Dormitory already this year. 

Library: This is also running very well. The photocopying machine was installed, Networking was done and quite a good number of people are turning to read and borrow books.  

School fees: We support 20 students in secondary schools and other institutions within Gulu town. Many students are performing well. We also support 200 pupils in the Nursery and 100 pupils in the Primary School. 

Health Centre:  39,804 people have been registered so far since the beginning of the year 2018. This will still increase because the last 7 days of this year are not included. (OPD=5813, ANC=2308, Deliveries=445, PNC=2556, Immunisation=2267 and Laboratory=26415).

Medical Ward Construction: The ward construction work went on very well. 50% of the ground floor is ready to be used. It should have been operational already this year but due to some technicalities it is not yet possible. It will be operational by January 2019.  

Church and Pastoral: The committee for church construction has been established. A 5000kgs alter-stone has been brought to Obiya Palaro. However, there is still one priest in St. Mauritz Obiya serving estimated 6000 African families.  This year we shall have 373 infant baptisms including 65 babies to be baptised at the vigil Mass for Christmas 2018, 229 first holy communions, 120 confirmations and 30 marriages. Every Sunday and on days of obligation 400 to 600 people do attend Mass in St. Mauritz Multi Purpose Hall. 50 to 70 adults plus 80 to 130 nursery pupils every morning from Monday to Saturday during school time do attend mass in our small chapel. There are also masses in the chapels under the trees every Sunday and on days of obligation. As a priest I am happy doing what I prepared myself for so long to do it. 

General Administration: There are 60 people directly employed in our projects in Obiya Palaro. 17 of these people are paid by Uganda Government because they are teachers recruited by the Government and sent to our schools. The 43 staff are paid by Obiya Palaro from the income generated directly by the project (it is self-supporting). This year we are blessed by Paul Okot Akena who joined us and I am so grateful to you for giving support to keep him in our projects. His coming has allowed me this year to do more a priest work.  

We are also so grateful to our young friends who volunteered in our projects this year. Your efforts can be seen by everyone who visits our projects. We also thank and appreciate very much your families for allowing you to come to Obiya Palaro. May God bless you all.

There are other things which we also achieved this year and are not mentioned here. There were also some challenges. Some of the things did not work out as we had planned. Those that we can do in the new year to come we will try our best to do. 

We congratulate you all for the efforts put together to make this year a success. This gives all of us hope and we pray that 2019 brings more blessings to us as well as friends and God should give us good health and joy in our hearts as we give our time to work for humanity. 

Wishing you a Prosperous New Year 2019. 

Yours sincerely 

Fr. Cyprian Odongo

Parish Priest St. Mauritz Obiya Palaro Gulu

Ein Tag im Murchison Falls Nationalpark

Safari – fast jeder in Deutschland kennt die Bedeutung einer Safari. Wilde Tiere, weite Savanne, vereinzelte Bäume unter denen sich Löwen, Antilopen und Büffel ausruhen. Wir kennen die Bilder sehr genau, unabhängig davon ob man schon in Afrika gewesen ist oder die zahlreichen Tierdokumentationen im Fernsehen verfolgt hat.

Die Ugander benutzen das Wort Safari in seiner eigentlichen Bedeutung. Wenn ein Ugander sich auf eine Safari begibt, unternimmt er eine Reise. Dabei können das Ziel und der Zweck der Reise völlig unterschiedlichen Ursprungs sein. Die Diskrepanz zwischen der europäischen und afrikanischen Bedeutung des Begriffs „Safari“ wird erst dann deutlich, wenn man weiß, dass ein Großteil der Menschen in Uganda noch nie eine Safari nach der europäischen Definition unternommen hat.

Um Klartext zu sprechen: Die meisten Ugander waren noch nie in ihrem Leben in einem Nationalpark. Die wilden Tiere, die in unseren Köpfen das Bild des afrikanischen Kontinents prägen, sind auch für die einheimische Bevölkerung etwas ganz besonderes. Aus diesem Grund hat sich die Uganda – Hilfe St. Mauritz dazu entschieden, den Absolventen der Primary School einen Tag im naheliegenden Murchison Falls Nationalpark zu schenken.

Der Murchison Falls Nationalpark liegt im Nordwesten Ugandas, etwa 80 Kilometer westlich von Gulu. Er ist der größte ugandische Nationalpark und wird durch den Nil in zwei Hälften geteilt. In mitten des Parks verjüngt sich der längste Fluss der Welt von einer Breite von 300 Meter auf eine Breite von sieben Metern und stürzt dabei 43 Meter tosend in die Tiefe. Nördlich des Nils bestimmt die Savanne das Landschaftsbild, während der südliche Sektor des Nationalparks stark bewaldet ist. Für unseren Game-Drive – so wird eine Entdeckungstour in Nationalparks genannt – wählten wir den tierreichen Nordsektor des Parks.

Als die Sonne noch nicht am Horizont zu erahnen war, versammelten sich 52 Kinder der Primary School, zehn Lehrer, zwei Schwestern und wir, die beiden deutschen Freiwilligen, in der St. Mauritz Gemeinde in Obiya Palaro. Ein großer Bus stand bereit und wurde in Windeseile mit Getränken und Essen gefüllt. Als der Bus bis auf den letzten Platz besetzt war, begann für 66 Insassen um kurz nach fünf Uhr Ortszeit die erste Safari ihres Lebens. Bereits einige Meter vor dem Eingangstor des Nationalparks schreckten ein paar Klippspringer auf, als der Bus vorbeirauschte. Klippspringer sind kleine Paarhufer aus der Gruppe der Antilopen. Nachdem die Registrierung abgehakt war, ging es mit dem Bus in den Nationalpark. Zu unserer Verwunderung entdeckten wir bereits nach wenigen hundert Metern große Gruppen des Uganda-Kobs. Schnell wurde uns klar, dass der Park einen großen Bestand an Warzenschweine, sämtlichen Hornträgern und Uganda-Kobs aufweist. Über Stock und Stein ging es durch die Savanne, als plötzlich ein Aufschrei die Insassen in absolute Hektik versetzte. Auf der in Fahrtrichtung rechten Seite standen plötzlich drei Rothschildgiraffen auf offener Fläche – ein imposanter Anblick, die bis zu sieben Meter hohen Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Sämtliche Kinder versammelten sich auf der rechten Seite des Busses und drückten die Nase gegen die Scheibe, wenn das Fenster nicht bereits geöffnet war. Während des Game Drives wurden immer neue Tierarten entdeckt. Die leuchtenden Kinderaugen hielten Ausschau nach jeder kleinsten Bewegung, immer auf der Suche nach neuen wilde Tieren. Neben zahlreichen Kuhantilopen und Wasserböcken wurde sogar der hier als selten geltenden Große Kudu gesichtet. Die wunderschön geschwungenen Hörner aller im Nationalpark vorkommenden Paarhufer hinterließen einen bleibenden Eindruck. Besonders große Begeisterung herrschte, als sich beim Passieren des Busses eine Herde Kaffernbüffel erhob und in Bewegung setzte. Die Erde vibrierte, als die massiven Tiere das Weite suchten. Ein weiteres Highlight der Tour war die Sichtung von Elefanten, die auf der Suche nach dem nächsten Wasserloch, erhaben durch die Landschaft streiften. Angekommen am Nil setzten wir samt Bus über und machten uns auf den Weg zum höchsten Punkt der Murchison Falls. Als wir am Parkplatz einen kurzen Blick auf die gewaltigen Murchison Falls erhaschten und zu Mittag aßen, mussten wir leider aufgrund eines Defekts des linken Vorderreifens umkehren. Auf dem Rückweg durch den Südsektor des Parks sahen wir schließlich die ersten Paviane. Ein weiterer Game-Drive im Nordsektor brachte uns schlussendlich wieder zum Ausgang des Parks.

Der Nationalpark zeigte sich da noch einmal von einer anderen Seite, als wir an einem Wasserloch große Vögel wie den Goliathreier und den Schreiseeadler auf der Jagd erblickten.  Danach fuhren wir auf dem Highway zurück nach Obiya Palaro.

Dieser Tag hat bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir wünschen den Kindern, dass sie auch zukünftig diesen wunderbaren Park besuchen können.

Neues aus Uganda von Judith Everding – 05. August 2017

Das Hospital wächst und wächst! Sabrina und ich haben uns noch einmal mit eigenen Augen überzeugt. Was man auf dem Bild hauptsächlich sieht, sind die Masspan-Steine aus einer Art Ton, die das Dach „leicht“ machen sollen. Außerdem sieht man uns auf der zukünftigen Treppe. Daneben ist sogar ein wenig Platz für einen Aufzug, wer weiß, vielleicht eines Tages …
Sobald das Geld und damit alle Materialien vorhanden sind, wird der Beton aufgebracht! Das soll in einer 3-Tage-Nacht-und-Nebel-Aktion geschehen; die Baustelle soll rund um die Uhr laufen.

Judith E. (März bis September 2017)

Uganda überstellt LRA-Kommandanten an Internationalen Strafgerichtshof

Ein führender Kommandeur der berüchtigten ugandischen Rebellenorganisation Lord’s Resistance Army (LRA) soll dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag übergeben werden.

Gegen den 34-Jährigen liegt bereits seit 2005 ein Haftbefehl aus Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Ongwen hatte sich vor kurzem einer US-Spezialeinheit gestellt und wurde in der Zentralafrikanischen Republik festgehalten.
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