Alle Beiträge von Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V.

Lehrerin des Annette-Gymnasiums kümmert sich um Kriegsflüchtlinge

Sehnsucht nach Alltag

Von Klaus Baumeister

Ihr Sabbatjahr hat Henrike Quest nach Uganda geführt. In dem Partnerdorf des Annette-Gymnasiums, Obiya Palaro im Norden Ugandas, kümmert sie sich um Kriegsflüchtlinge aus dem Südsudan. 

Wenn  Henrike Quest nach den Sommerferien ans Annette-Gymnasium zurückkehrt, hat sie eine Menge zu erzählen. Das Sabbatjahr der Mathematik- und Pädagogiklehrerin hat sie unter anderem zur Gemeinde St. Mauritz in Obiya Palaro im Norden Ugandas geführt. Das Annette-Gymnasium ist mit dieser Gemeinde eine Partnerschaft eingegangen.

„Nach meinem Abitur war ich in einem Hilfsprojekt in Kenia, und seitdem ist meine Liebe zu dem Kontinent nicht abgebrochen.“ In Kenias Nachbarland Uganda war Quest jetzt beteiligt, als in St. Mauritz ein sehr ehrgeiziges Projekt umgesetzt wurde. Die Kirchengemeinde nahm 32 Flüchtlingskinder aus dem Südsudan auf.

Hilfe für Kinder

Die Kinder stammen aus einem Flüchtlingslager rund 70 Kilometer nördlich von Obiya Palaro. Im Zuge der Bürgerkriegswirren wurden die Kinder von ihren Eltern getrennt und sind jetzt auf sich allein gestellt. Untergebracht sind sie in einem Übernachtungsgebäude, das der Schule zugeordnet ist. Das Haus teilen sich die Kinder mit Schülern aus dem Umland, für die der Schulweg nach St. Mauritz zu weit ist.

In einer Mail aus Obiya Palaro schreibt Henrike Quest: „Es bedrückt natürlich, wenn die Kinder von ihren Erfahrungen im Krieg und auf der Flucht berichten.“ Zum Hintergrund: Im Südsudan tobt ein heftiger Bürgerkrieg, Hunderttausende sind in den Norden Ugandas geflüchtet. Quest weiter: „Aber ich finde es ebenso beeindruckend, dass einige Kinder schon so weit sind, über diese Erfahrungen reden zu können.“ Die Kirchengemeinde und die Dorfbewohner seien bemüht, den Kindern „ihren Alltag und ein Stück Normalität“ zurückzugeben. Stundenlang werde derzeit auf dem Fußballplatz gespielt. Die beiden Fußbälle, die die Lehrerin aus Münster spendierte, „befinden sich im Dauereinsatz“.

Neue Spendenaktion  

Im engen Kontakt steht Henrike Quest mit Ulrich Schmitz-Hövener von der Uganda-Hilfe St. Mauritz in Münster. Das Hilfswerk baut seit 30 Jahren die Infrastruktur in dem Dorf auf und hat jetzt eine neuerliche Spendenaktion gestartet, um Geld für die Flüchtlingskinder zu sammeln. Ihr Ansprechpartner ist dabei Cyprian Odongo, der Pfarrer in Obiya Palaro. Einige Tausend Euro werden benötigt, um für die Kinder Kleidung, Schulutensilien und Hygieneartikel (Seife, Zahnbürsten und mehr) kaufen zu können. Auch übernimmt die Kirche die Kosten für die Ernährung der Kinder.

Wer spenden möchte (bitte Stichwort „Flüchtlingskinder Südsudan“ angeben), findet konkrete Hinweise auf der Homepage der Uganda-Hilfe St. Mauritz.

Projekt Unterstützung von Flüchtlingen in unserem Projekt

Videonachricht aus Uganda – Kulturaustausch zwischen der 7a und unserem Partnerprojekt in Uganda

Henrike Quest 01.03.2019

Als ich den Klassenraum der siebten Klasse der Primary School St. Mauritz Obiya Palaro betrete, verstummen die Gespräche der 46 ugandischen Mädchen und Jungen plötzlich, die Blicke richten sich interessiert und erwartungsvoll auf mich. Es ist selten, dass eine Mzungu (eine Weiße) auftaucht und den Unterricht übernimmt. Auch für mich ist die Situation ungewohnt, vor lauter Schülern*innen sehe ich kaum den Boden des Klassenraumes – und ich habe noch Glück, die 7. Klasse ist eine der kleinen Klassen der Schule. In anderen Klassen sitzen teilweise bis zu 100 Schüler*innen gedrängt auf Schulbänken, wie wir sie aus dem Museum kennen…

Meine Name ist Henrike Quest, ich bin Lehrerin am Annette-Gymnasium Münster und unterrichte dort Mathematik und Pädagogik. Als ich mich vor einigen Jahren dazu entschieden habe im Schuljahr 2018/19 ein Sabbatjahr zu machen, wusste ich, dass ich die Welt bereisen und entdecken möchte. Auch das Ziel Ostafrika stand bereits früh fest, denn ich selber habe nach dem Abitur in einem Kinderhilfsprojekt in Kenia gearbeitet und wollte den Ort, der mich nachhaltig geprägt hat, unbedingt wieder besuchen. Was ich noch nicht wusste, dass ich die Gelegenheit haben würde das neue Partnerprojekt unserer Schule in Uganda zu besuchen, hier arbeiten und leben zu können und für knapp einen Monat Teil dieses besonderen Ortes zu sein. Ein glücklicher Zufall. 

Schon am ersten Tag lerne ich die unterschiedlichen Bereiche dieses vielseitigen Projektes kennen, besuche die Primarschule, die Vorschule, das Krankenhaus und das Weiterbildungszentrum. In meiner Zeit in St. Mauritz engagiere ich mich unter anderem für Flüchtlingskinder aus dem Südsudan, unterstütze die Vorschule als Integrationskraft und arbeite mit der 7. Klasse der Primary School zusammen an dem Projekt „7a trifft class 7“.

Zusammen mit Frau Kleine, Erdkundelehrerin der 7a, hatte ich eine Vision: Ein Kulturaustausch zwischen dem Annette-Gymnasium und der Primary School in Obiya Palaro – trotz der knapp 6000km, die zwischen den beiden Schulen liegen. Unsere Schüler*innen waren begeistert von der Idee mehr über das jeweils andere Land, die Menschen und die Kultur zu erfahren.  

Die Siebtklässler*innen in St. Mauritz Obiya Palaro interessierte vor allem das Klima, der Tourismus und die Politik in Deutschland sowie der Alltag am Annette-Gymnasium. Die Schüler*innen der 7a wollten mehr über traditionelle Lieder und typisches Essen in Uganda erfahren und waren neugierig, wie ein ganz normaler Schultag in St. Mauritz aussieht. Beantwortet haben sich die Schüler*innen die Fragen über das bisher noch so fremde Land per Videobotschaften, die sie in kleinen Gruppen vorbereitet und kreativ umgetzt haben.   

Das krönende Highlight des Projektes sollte die Präsentation der Videobotschaften werden. Da die Primary School in Obiya Palaro keinen Stromanschluss hat, wurde die Präsentation kurzerhand in die Multifunktionshalle der Gemeinde verlegt, in der am Wochenende die Messen gehalten werden. Dort versammelten sich am vergangenen Mittwoch 46 Schüler*innen der siebten Klasse mit ihren Lehrern. Gespannt, interessiert und aufmerksam folgten sie den Videoantworten aus Deutschland und erfuhren mehr über die Vegetation, das Wetter und die Sehenswürdigkeiten in Münster. Besonders gestaunt haben die Kinder über die 120 Lehrer*innen am Annette Gymnasium, denn  die knapp 600 Schüler*innen in St. Mauritz werden von nur 20 Lehrer*innen unterrichtet. 

Fazit des Projektes: Kulturaustausch funktioniert auch über 6000km Entfernung!

Pupils from Palabek settlement camp in Obiya Palaro from Fr. Cyprian Odongo – Obiya Palaro 2019-03-02

St. Mauritz Obiya Palaro has received 32 pupils from Palabek refugees’ Settlement camp. These are children of the refugees from South Sudan who are in Uganda due to war and fighting in their country. Palabek settlement camp is located 77kilometers North towards South Sudan from our projects in Obiya Palaro Gulu. Many of these children do not have their parents and some do not know whether their parents are alive or not because when the war and fighting broke out in South Sudan, people were scattered and some managed and made it to Uganda and these children came along with them. Many international and local non-governmental organisations are trying their best to help them by meeting some basic needs. 

Personally, I have visited the camp many times. Our volunteers from Muenster Germany in the person of Judith Eveding, Sabrina Jevric, Christina Strobel, Henrike Quest and Nicola Tomlin have visited this Settlement camp. In 2018 November Uli, Andrea and John who visited the projects in Obiya Palaro also extended their visit to the Settlement camp. 

Fr. Arasu Lazarus who is officially appointed by the Archbishop of Gulu Archdiocese is taking care of the basic spiritual needs for many refugees in the camp and through supports of Don Bosco community worldwide they are running many activities for the refugees. In cooperation with the families of the children, camp leaders, local leaders, government offices and the priests who are based and working in the camp we have agreed to move some of these children out the camp and bring them to place where they can learn something different which can give them hope and therefore Obiya Palaro Gulu was found to be one of the best places can offer them good environment to be educated and also learn and see the projects since there are most of the basic things like running water, electricity, hospital, etc compared to what is offered in the settlement camp. 

These children are affected psychologically by what they went through like seeing their parents or guidance murdered, other siblings abducted or killed, spending nights in the jungles sometimes in heavy tropical rain, seeing friends and relatives sexually abused by armed soldiers, walking long distance without food and all shorts unspeakable things that some of are afraid to speak about them.

On arrival in Obiya Palaro from the settlement camp, after medical examinations from our medical station or health centre in Obiya Palaro, many of these children were found to have a lot of health complicated cases like skin diseases, poor hygiene, malnourished, some are HIV Positive and are on ARVs treatments, and many others. 

The projects in St. Mauritz Obiya offer some basic things that are needed to make these children have hope through providing clean water, better food, routine check ups in the health centre and offering basic treatments, education, and spiritual activities like celebrating mass and singing in the church and other games like football and netball and others. As a priest and as someone who spent have of his life during war in the Northern part of Uganda, I am constantly encouraging them not to lose hope because the northern of Uganda also experienced war and fighting and these projects in Obiya Palaro survived of which during the time of war it was referred to as a corner of hope. They should be focused on their education so that after war they can go build their country.

An appeal:

Dear friends and all well-wishers, I am appealing for supports to help these children to be much better when there here because our capacity can not solder all the things needed for them. They basic things for their education like books, school fees, school uniforms as in the case of Uganda, bed sheets and blankets, food, medical fees for their treatments, and others. Any donation will help us to make the children from South Sudan have a better life in Obiya Palaro. 

Thank you very much. 

Yours Fr. Cyprian Odongo 

Parish Priest St. Mauritz Obiya Palaro.

St. Mauritz Obiya Palaro nimmt 32 geflüchtete Kinder aus dem Südsudan auf

Frieden. Sicherheit. Ein sicheres Zuhause. Gutes Essen und genug für alle. Sauberes Wasser. Gute Lehrer. Ein Krankenhaus in der Nähe. 

Das sind Dinge, die die Kinder aus dem Südsudan besonders an St. Mauritz Obiya Palaro mögen. 

Henrike Quest, Lehrerin am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster und zu Besuch in Obiya Palaro 

Man könnte meinen, es sei selbstverständlich, dass ein Kind genug zu essen hat, ohne Angst schlafen und morgens zur Schule gehen kann. Aber die 23 Mädchen und 9 Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren, die seit Anfang Februar in St. Mauritz leben, sind teilweise hunderte Kilometer weit zu Fuß geflüchtet, bevor sie in einem Flüchtlingscamp in Uganda und schließlich in St. Mauritz Sicherheit finden konnten.  

Über 20 Jahre lang kämpfte der Südsudan für seine Unabhängigkeit. 2011 war es endlich so weit. Reich an Ölvorkommen und Weideland hofften die etwa 12 Millionen Einwohner des nun jüngsten Landes der Welt auf friedlichere Zeiten und feierten die Unabhängigkeit mit Trommeln und Gesängen auf der Straße. Die Hoffnung schwand jedoch 2013 als der Präsident Salva Kiir – vom Stamm der Dinka, seinem Vize Riek Machar – vom Stamm der Nuer, so sehr misstraute, dass er ihn entließ. Ein politischer Machtkampf begann, in dem sich immer mehr Südsudanesen mit ihrem Stamm solidarisierten. Ein brutaler, blutiger Bürgerkrieg beginnt. 

Auch ein Friedensabkommen im Jahr 2015 brachte keinen dauerhaften Frieden um die politische Macht und die wertvollen Ölressourcen des Landes; es hat sich inzwischen zu einem Konflikt zwischen Ethnien entwickelt. 2016 spitzte sich die Situation so sehr zu, dass ein Großteil der internationalen Politiker und Botschafter aus dem Land gebracht wurde, da es zu gefährlich wurde. 

Seit Kriegsbeginn wurden zehntausende Menschen getötet, hunderttausende leiden an Hunger und fast 4 Millionen Südsudanesen fliehen aus ihrem Heimatland. Knapp 1 Millionen Flüchtlinge suchen Zuflucht in Uganda. 

32 geflüchtete Kinder leben nun in St. Mauritz Obiya Palaro und gehen hier zur Schule. Sie alle sind hochmotiviert, Schreiben und Lesen zu lernen und einen Schritt in eine bessere Zukunft zu machen. Aber sie alle sind auch traumatisiert durch die Erfahrungen, die sie im Krieg und auf der Flucht gemacht haben. Einige von ihnen haben Menschen sterben sehen, Familienmitglieder verloren und tagelang hungern müssen. Andere erinnern sich daran, dass sie morgens in der Schule vom Krieg überrascht wurden. All das muss verarbeitet werden. 

Liebevoll und engagiert kümmert sich vor allem Sister Janet um die Mädchen und Jungen, trifft sich regelmäßig mit ihnen, organisiert Spiele im Freien, spricht über Erinnerungen, Erlebnisse und über Zukunftswünsche. Eine Sache wünschen sich fast alle Kinder: ‚Das Geschehene auch mal vergessen, am liebsten beim Fußballspielen‘.

Diesen Wunsch konnte ich ihnen nicht abschlagen. Wenige Tage später gehen 5 Schüler, Sister Janet und ich ins Dorf, um Bälle zu kaufen. Ich muss im Cafe um die Ecke warten. Denn sobald eine Mzungu (eine Weiße) einen Laden betritt, steigen die Preise urplötzlich ins Unermessliche an. Eine Kaffeelänge später präsentieren mir die Kinder stolz die 2 Fußbälle und 2 Tennisbälle, jeweils für die Mädchen und für die Jungen, die sie dank ihres Verhandlungsgeschicks für umgerechnet etwa 20 Euro bekommen haben. 

Seitdem nutzen sie fast jede freie Minute auf dem Fußballplatz – Momente, in denen sie vergessen können. Momente, in denen sie einfach nur Kind sein können. 

Uganda Blog 26.January 2019 Nicola Tomlin

Trying to be an English teacher 

As mentioned in my first blog, I came here to work as an English teacher and although the school year has finished now and all the kids have gone home for Christmas holidays I would like to tell you about that journey. 

To speak truthfully I didn’t come here expecting to work as an English teacher but more precisely as a teaching assistant. After all I don’t have a degree in teaching and have only ever tutored one child at a time, so I have next to no experience in teaching. My only qualifications are being a native English speaker and having gone to school in Germany, what does that count for? 

Well, according to the Primary School’s headmistress that qualifies me to teach 70 kids in Primary 7, the graduating class, aged 13-15. Doing anything else would just waste everyone’s time. 

And so I started work as a fully independent English teacher. In my first few weeks the kids were off on holiday. There were, however, 300 communion children on the compound. Thus the eldest children (P6-P7) were told to enter into a classroom and be taught some English. I scrambled to piece together a lesson I thought might be suitable for a wide array of English skills consisting of tongue twisters, songs and short stories. I was expecting maybe 30 kids in my class, all my endeavours to find out exactly how many kids to expect remained fruitless with the endless reply being “I don’t know, maybe ask …” 

When I entered the classroom for the first time I was, well, shocked to find that there were way over 70 kids squeezed into the class with a far greater age variation than expected, 8 to 16-year-olds, eagerly awaiting a lesson from the white foreigner. Apparently, when the news had got out that a muzungu (someone with pale skin) would be teaching, everyone wanted in on the action. 

Saying that they were “eager” doesn’t mean that they were easy to control. I entered that first lesson and the next few literally trembling and left sweating like a pig and wondering what the hell I was doing here. It got better with time, although I am certain that many had no idea what I was saying most of the time due to my British accent which was completely foreign to them. 

Soon I started teaching the P7 kids. Thanks to my previous lessons I had a large array of class introductions prepared which worked well to break the ice and get the kids involved. However, I still struggled to get them to engage in the lessons the way I was used to it in Germany. It turns out they were not used to this teaching style, most teaching here is less interactive and more of a lecture. Many were still quite scared of me as a white foreigner, I explained time and time again that I was here as a volunteer and what that meant. 

Additionally, it was difficult at times to keep them all attentive, I tried numerous different strategies to reach all the kids in my class. With 60-70 children in a classroom at a time most were not going to get the attention they deserved. I tried introducing voluntary tutoring lessons, splitting the class in two according to their previous grades and teaching them individually twice a week. This worked well for a while and I noticed that especially the weaker group enjoyed the calmer class environment and to be given the chance to participate more actively in the lessons, once they built up enough confidence to do so. Soon, some even started raising their hands when the whole class was present. 

Another noticeable aspect was that the weaker group consisted mainly of boys whilst in the stronger group over 80% were girls. I found that to engage the boys more in class it would help to specifically ask for a boy to answer the next question.

Another problem I faced was that quite often when going through the rows I would find that some weren’t taking notes saying that they were missing pen and paper. This went on for some weeks until I decided to just go and buy 70 exercise books and pens from my own money. They were excited to receive their new supplies but soon these started getting „lost“ and „stolen“ as well. 

With time things got easier and I started to enjoy the lessons more and more. I grew more confident and learned how to explain things to the kids and how to make sure they engaged and understood it. Not that it was all plain sailing weather after that, far from it in fact. There was one time when two boys started fighting in my class and another where kids continued to leave the class to go to the toilet until I was more or less alone in the room. 

However, looking back, I would say that my main hurdle wasn’t the teaching itself but the general organisation and communication in the school. And I am still not certain that I have fully understood how information gets around, at least it always managed to skip me. I would not seldom enter the classroom only to find no one there, „they had been given a few days off/ had exams/ were at an assembly and no one had thought of telling me.” This would of course always completely mess up my teaching plan. The difficulty in preparing things was also connected to that. Sometimes the teacher with the keys to the library just couldn’t be found and I remember one instance where I had spent the whole morning preparing a worksheet on my phone for the lesson taking place that day. When I went to the office to print it out, it turned out that they didn’t have wifi and no data left on their phones. In the end to get the document from my phone into my hands we had to embark on a complicated adventure through multiple laptops, printers and mobile wifi stations. But, mid-way through the lesson, I did hold 70 copies of my worksheet in my hands. So you do get stuff done, it just takes somewhat longer.

Nevertheless, I thoroughly enjoyed my time teaching those children and I am sorry that it has come to an end. 

I grew to love these kids and look forward to my lessons with them. I started introducing more songs and spending more time with them in the evenings as well. 

Our bond only grew stronger when we all went on a trip to Murchison Falls National Park together. I had been to the park before and was thus able to fully concentrate on the kids. And it was a joy to behold. The night before all the kids slept in the dormitory and we left early the next morning. We had two buses with 82 children overall, made up of 20 K3 kids, the graduates from the nursery, and 62 P7 kids. Every teacher was assigned 5-6 children to make sure they didn’t get lost in the park. We did the game drive first and then drove to the top of the falls. They were so excited to see the environment and many of the animals for the first time. They all wanted to take pictures with my phone of the elephants and giraffes and of course have pictures taken of themselves as well. On the way back in the bus they sang the whole way through and to my delight all the songs that I had previously taught them.

This is one of my favourite memories of my six months in Uganda. I think that looking back, despite my worries about being an unqualified teacher, I was able to add value to the kids’ lives and education. On the one side by introducing them to some other teaching techniques and on the other side by motivating them and giving them a sense of pride. Having had a muzungu teacher is something many still like to talk about later on in their lives. Many have told me that they thoroughly enjoyed my lessons and were recalling the things I taught them during their exams. So, although I’m still critical of executing tasks in a foreign country that you wouldn’t be allowed to execute in your home country, I am convinced that having experienced a good education myself prepared me for spreading knowledge effectively on my part. 

I would finally like to thank everyone who made this experience possible. First and foremost Fr. Cyprian of course, who shared his home with me and supported me in all my little projects. Special thanks also go to Pauline and Mercy for caring for me during my entire stay and preparing the most delicious food for us three times a day. I also thank the entire St. Mauritz community in Uganda and Germany for welcoming me into their lives and church. And finally I would like to express my thanks to Mr. and Mrs. Schmitz-Hoevener for making all of this possible in the first place and supporting me throughout. 

I hope to revisit the project in the near future. 

Naturkunde auf afrikanisch

von Klaus Baumeister – Westfälische Nachrichten Münster 

Sie wohnen direkt neben Elefanten und Giraffen und haben sie dennoch nie gesehen. So ergeht es Schulkindern von Obiya Palaro, dem Partnerdorf des münsterischen Hilfswerkes Uganda-Hilfe St. Mauritz. Doch das soll sich jetzt ändern.

Man stelle sich vor, Münsters Schulkinder hätten noch nie den Kölner Dom gesehen, weil eine Klassenfahrt dorthin unbezahlbar wäre. Man stelle sich vor, im Rhein würden Wale und Delfine schwimmen, aber Münsters Schulkinder müssten ins Schulbuch schauen, um zu wissen, wie sie aussehen.

Genau so ergeht es den Schulkindern von Obiya Palaro, dem Partnerdorf des münsterischen Hilfswerkes Uganda-Hilfe St. Mauritz. Rund 70 Kilometer von Obiya Palaro entfernt im Norden Ugandas liegen die Murchisan-Wasserfälle. Der Nil stürzt an dieser Stelle durch eine sieben Meter breite Schlucht in die Tiefe – und zwar 42 Meter. Im Nationalpark drum herum ziehen große Herden an Elefanten, Giraffen und Büffel durch die offene Landschaft.

Es mangelt an Geld

Die Kinder von Obiya Palaro wissen, dass es den spektakulären Wasserfall und auch all die großen Tiere gibt, die Afrika so berühmt machen. Aber sie haben sie noch nie gesehen. Denn ihre Eltern haben nicht das erforderliche Geld für einen Ausflug in den Nationalpark.

Eigentlich ist die Uganda-Hilfe St. Mauritz darauf fixiert, in dem ugandischen Partnerdorf für das „Nötigste“ zu sorgen: Brunnen für sauberes Trinkwasser, Klassenräume, eine Medizinstation und jetzt auch ein kleines Krankenhaus.

Schulausflüge werden gefördert

Seit 2017 fördert der Verein aber auch Schulausflüge und Bustouren in den Murchisanfalls-Nationalpark, weil es dem Verein absurd erschien, dass den Kindern in Obiya Palaro etwas vorenthalten wird, was für jeden Zoobesucher in Münster eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich der Anblick großer Tiere.

Bei seiner jüngsten Projektreise nach Obiya Palaro wurde Ulrich Schmitz-Hövener, Vorsitzender der Uganda-Hilfe St. Mauritz, regelrecht überschüttet mit Dankesbriefen und Tierzeichnungen, die die Kinder angefertigt hatten. „Es war ein echtes Erlebnis für sie.“

Große Erwartungshaltung

Natürlich gebe es viele Hilfsprojekte, die weitaus wichtiger seien als die Schulausflüge, meint der Vorsitzende. „Aber der Ausflug ist die Schulkinder das Gesprächsthema Nummer 1.“

Dem Verein ist bewusst, dass er die Förderung der Ausflüge, die jeweils gedacht sind für die Abschlussjahrgänge, nicht mehr einstellen kann. „Die jungen Menschen freuen sich darauf“, ist sich Schmitz-Hövener der Erwartungshaltung sehr bewusst.

Wer Patenschaften für Schulausflüge übernehmen möchte, kann sich mit dem Verein in Verbindung setzen. Infos im Internet.

Weitere Infos / Projektspende

New years report Father Cyprian 2018

Dear Friends in Germany,

Greetings and best wishes to you all. 

Christmas and the New Year have come. Every year we celebrate these days – it is all new experience. We give thanks to God and we congratulate each other for being friends and for working for humanity and ourselves as well. Some of our friends didn’t make it up to this time. We thank them for being our friends and all their contributions and we also thank God for bringing them into the world (May their souls rest in eternal peace). We continue to pray for their family members and all relatives to be strong and to move on with life. 

Friends, this year 2018 is a big success for our projects in St. Mauritz Obiya Palaro. Many things have been achieved. 

Nursery school: 230 pupils registered at the beginning of the year and 220 pupils were present at the end of this year.

Primary: 803 pupils were registered at the beginning of the year and 771 were present at the end of the year.

Dormitory: It was officially opened this year and handed over to St. Mauritz Obiya Palaro. 72 pupils, both boys and girls from our school, used it during 3rd term this year and 140 students from Lira School of Nursing rented it for 60 days. 212 students used the Dormitory already this year. 

Library: This is also running very well. The photocopying machine was installed, Networking was done and quite a good number of people are turning to read and borrow books.  

School fees: We support 20 students in secondary schools and other institutions within Gulu town. Many students are performing well. We also support 200 pupils in the Nursery and 100 pupils in the Primary School. 

Health Centre:  39,804 people have been registered so far since the beginning of the year 2018. This will still increase because the last 7 days of this year are not included. (OPD=5813, ANC=2308, Deliveries=445, PNC=2556, Immunisation=2267 and Laboratory=26415).

Medical Ward Construction: The ward construction work went on very well. 50% of the ground floor is ready to be used. It should have been operational already this year but due to some technicalities it is not yet possible. It will be operational by January 2019.  

Church and Pastoral: The committee for church construction has been established. A 5000kgs alter-stone has been brought to Obiya Palaro. However, there is still one priest in St. Mauritz Obiya serving estimated 6000 African families.  This year we shall have 373 infant baptisms including 65 babies to be baptised at the vigil Mass for Christmas 2018, 229 first holy communions, 120 confirmations and 30 marriages. Every Sunday and on days of obligation 400 to 600 people do attend Mass in St. Mauritz Multi Purpose Hall. 50 to 70 adults plus 80 to 130 nursery pupils every morning from Monday to Saturday during school time do attend mass in our small chapel. There are also masses in the chapels under the trees every Sunday and on days of obligation. As a priest I am happy doing what I prepared myself for so long to do it. 

General Administration: There are 60 people directly employed in our projects in Obiya Palaro. 17 of these people are paid by Uganda Government because they are teachers recruited by the Government and sent to our schools. The 43 staff are paid by Obiya Palaro from the income generated directly by the project (it is self-supporting). This year we are blessed by Paul Okot Akena who joined us and I am so grateful to you for giving support to keep him in our projects. His coming has allowed me this year to do more a priest work.  

We are also so grateful to our young friends who volunteered in our projects this year. Your efforts can be seen by everyone who visits our projects. We also thank and appreciate very much your families for allowing you to come to Obiya Palaro. May God bless you all.

There are other things which we also achieved this year and are not mentioned here. There were also some challenges. Some of the things did not work out as we had planned. Those that we can do in the new year to come we will try our best to do. 

We congratulate you all for the efforts put together to make this year a success. This gives all of us hope and we pray that 2019 brings more blessings to us as well as friends and God should give us good health and joy in our hearts as we give our time to work for humanity. 

Wishing you a Prosperous New Year 2019. 

Yours sincerely 

Fr. Cyprian Odongo

Parish Priest St. Mauritz Obiya Palaro Gulu

Die Uganda-Hilfe auf dem Rinkeroder Weihnachtsmarkt

Am Sonntag war in Rinkerode der alljährliche Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr durften wir, Sophie und Steffen, an einem kleinen Stand die Uganda-Hilfe vertreten. Trotz des Regens besuchten zahlreiche Menschen den Weihnachtsmarkt und an den bunten Stofftieren, Ketten, Taschen und Schutzengeln konnten viele Besucher nicht vorbeigehen. Zu unserer Freude war das Interesse an der Uganda-Hilfe gewaltig. Wir stellten das Projekt vor, präsentierten unsere zahlreichen Fotos und erzählten von unseren Erfahrungen vor Ort aus Obiya Palaro. Neben den vielen guten Gesprächen wechselten auch so manche Mitbringsel aus Uganda den Besitzer. Nach acht Stunden bauten wir zufrieden den Stand ab und gingen etwas erschöpft nach Hause. Dort „schlachteten“ wir unsere Spendendose und zählten den unglaublichen Betrag von etwas mehr als 700€! Der Tag auf dem Weihnachtsmarkt in Rinkerode war ein voller Erfolg.

Wir bedanken uns für die großartige Unterstützung aus Rinkerode. Neben den finanziellen Zuwendungen möchten wir uns in erster Linie für das außergewöhnliche Interesse, die guten Gespräche und den positiven Zuspruch für die Arbeit der Uganda-Hilfe bedanken.

Mauritzer Weihnachtsmarkt am ersten Adventssonntag

Wie in jedem Jahr so duftete es auch in diesem Jahr am ersten Adventssonntag im Pfarrheim St. Mauritz wieder nach Waffeln, Plätzchen und Glühwein, so dass die Besucher sich in gemütlicher Atmosphäre unterhalten und auch stärken konnten. Und wie immer gab es an ein paar Ständen hübsche kleine Dinge zu kaufen: Gebasteltes vom Bastelkreis um Helga Stählker, Gebackenes von den Messdienern oder Engelchen und bunte kleine Tierchen aus Uganda. Die niedlichen Giraffen, Löwen, Zebras und Nashörner hatte Ulrich Schmitz-Hövener „ganz frisch“ aus Uganda mitgebracht und sie wurden gleich – zusammen mit den Engeln aus Bananenblättern – zum vorweihnachtlichen Renner.

Danke allen Besuchern, die eifrig für die gute Sache gekauft und gespendet haben, so dass insgesam 640,00 Euro an die Uganda-Hilfe fließen konnten.

 

Großeltern-Nachmittag der KiTa St. Mauritz

Montag-, Dienstag- und Mittwochnachmittag ging es gemütlich zu im Pfarrheim, als die drei Gruppen der KiTa St. Mauritz sich mit ihren Großeltern dort trafen: Zusammen Kaffee oder Saft trinken, Kuchen und Plätzchen essen, singen und spielen – so sollten Oma und Opa einen Eindruck davon bekommen, was ihre Enkelinnen und Enkel Tag für Tag so machen. 

Ich hatte dankenswerterweise Gelegenheit, kurz über die Uganda-Hilfe St. Mauritz zu informieren und zu erzählen, dass es in Uganda auch einen Mauritz-Kindergarten gibt. Anschließend konnte ich sowohl die Engelchen aus Bananenblättern als auch kleine kunterbunte Löwen, Giraffen und Nashörner anbieten. Und es war ein voller Erfolg. Auf Großeltern ist eben Verlass, fast alle interessierten sich dafür, was wir in Uganda machen und nahmen einen Flyer mit. Und fast alle erstanden einen oder mehrere Engelchen und oft auch eines der kleinen afrikanischen Tiere.

Ich hätte nicht erwartet, dass an diesen drei Nachmittagen tatsächlich fast 500 Euro zusammenkommen würden. Allen Omas und Opas, die eifrig gespendet haben, ein ganz dickes Dankeschön!