Alle Beiträge von Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V.

Tag für Afrika 2018 mit Fr.Cyprian aus Obiya Palaro

Auch in diesem Jahr haben sich die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse und der EF des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums für Afrika engagiert: Die Aktion Tagwerk unterstützt Bildungsprojekte in verschiedenen Ländern Afrikas und das geht so: Schülerinnen und Schüler suchen sich einen Job für einen Tag und geben ihren dort verdienten Lohn für Gleichaltrige in Afrika ab.

Das Augustin-Wibbelt-Gymnasium unterstützt seit mehr als 25 Jahren ein dörfliches Entwicklungsprogramm im Norden Ugandas und kann die Hälfte des für Aktion Tagwerk gesammelten Geldes dem schuleigenen Projekt zukommen lassen. So hat die Schule entscheidende Maßnahmen im Dorf Obiya Palaro mitfinanzieren können: Brunnenbohrungen für sauberes Wasser, medizinische Grundversorgung und natürlich Bildung in Schule und Kindergarten.

In diesem  Jahr konnten sich Fr.Cyprian, Fr.Eric und die Sozialarbeiterin Kevine aus dem Projekt Obiya Palaro persönlich ein Bild vom Einsatz der Schülerinnen und Schüler machen: So hat Judith Blienert aus der 9. Klasse z.B. im Holz verarbeitenden Betrieb Lüffe-Baak in Greffen gearbeitet und dort Paletten gestapelt. Maximilian Venherm aus der EF hat sich im Gartencenter Murrenhoff in Freckenhorst eingesetzt und hat dort Beete gesäubert und Pflanzen gewässert.

Viele Schülerinnen und Schüler haben sich bei ihren Großeltern oder anderen Verwandten engagiert und dort geputzt, aufgeräumt, Wände gestrichen oder den Garten auf Vordermann gebracht und so sind fast 4000€ zusammen gekommen.

Gäste aus Afrika besuchen Klinker-Manufaktur Janinhoff

Münster-Amelsbüren. Hubertus Foyer, Geschäftsführer der Klinker-Manufaktur Janinhoff in Amelsbüren, hat nach eigenem Bekunden schon „Gäste aus vielen Teilen der Erde“ durch das Werk an der Thierstraße geführt. Aber jetzt erlebte er eine Premiere: Drei Besucher aus Afrika, genauer gesagt aus Uganda, sahen sich die hochmoderne Produktion von Klinkersteinen an.

Die beiden Priester Cyprian Odongo und Eric Uma sowie die Sozialarbeiterin Kevin Amito sind derzeit auf Einladung der Uganda-Hilfe St. Mauritz in Münster.

Die Uganda-Hilfe St. Mauritz fördert seit 25 Jahren den Aufbau des Dorfes Obiya Palaro im Norden Ugandas. Aktuell wird dort ein kleines Krankenhaus gebaut. Nach dem Ende des Bürgerkrieges hat im abgelegenen Norden Ugandas eine rege Bautätigkeit eingesetzt, so dass Father Cyprian, der Pfarrer von Obiya Palaro ist, den Wunsch äußerte, bei seinem Besuch in Münster auch eine moderne Ziegelei zu besichtigen. Der handwerklich interessierte und begabte Priester zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Produktion,vor allem aber von der hohen Fachkenntnis der Mitarbeiter.

Begleitet wurden die Afrikaner unter anderem von Sophie Baumeister, die ein halbes Jahr lang in Obiya Palaro gearbeitet hat und erlebte, wie es dort auf einer Baustelle zugeht.

Uganda-Hilfe St. Mauritz bei den Verlegern – Besuch aus Uganda im Druckhaus

Seit 23 Jahren berichten die Westfälischen Nachrichten über die Entwicklung des Dorfes Obiya Palaro im Norden Ugandas. Die dortige Pfarrgemeinde St. Mauritz ist eng verbunden mit der Uganda-Hilfe St. Mauritz in Münster. Anlässlich eines Besuches in Münster empfingen die Verleger unserer Zeitung, Dr. Eduard Hüffer (l.) und Dr. Benedikt Hüffer (r.), im Druckhaus an der Hansalinie die Priester Eric Uma (v.l.) und Cyprian Odongo sowie die Sozialarbeiterin Kevin Amito aus Obiya Palaro. Die Gäste aus Uganda dankten für die Unterstützung, die WN-Verleger ihrerseits betonten die wichtige Bedeutung funktionierender Entwicklungshilfeprojekte angesichts der vielen Krisen in Afrika. Foto: -kb-

 

Fulminantes Benefizkonzert für die Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V. – der Gospelchor Akuna Matata aus Herzebrock rockt die St. Mauritz-Kirche

Eigentlich sollte es ja eine open-air-Veranstaltung auf der Wiese vor der St. Mauritz-Kirche werden, aber das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Das tat der guten Stimmung und der guten Sache jedoch keinen Abbruch: Die Zuhörer in der voll besetzten St. Mauritz-Kirche wurden gleich zu Beginn des Konzertes aufgefordert, aufzustehen und mit zu tanzen und zu klatschen – und das taten sie dann auch, Jung und Alt, fast die gesamten zwei  Stunden lang. Der deutsch-afrikanische Gospelchor Akuna Matata aus Herzebrock unter der Leitung von Hildegard Feldmeier-Vogel trommelte und tanzte und sang Lieder aus dem Kongo, aus Ghana, Tansania, Kenia, Nigeria, Südafrika, den USA und natürlich aus Uganda: Singa Yesu singa – Lasst uns Gott loben und preisen. Doch auch die leiseren Töne kamen beim Publikum gut an: Ein Gebet aus Südafrika, ein Segen aus dem Kongo und natürlich die Afrika-Hymne Gott segne Afrika, beschütze unser Volk und beende unsere Qualen. Da das Konzert zugunsten der Uganda-Hilfe St. Mauritz stattfand, war es besonders schön, dass Thomas Stählker, Stiftstrompeter der Gemeinde Sankt Mauritz, der die afrikanische Partner-gemeinde bereits in Uganda besucht hat, das Konzert musikalisch begleiten konnte. Die afrikanischen und deutschen Solisten sowie die Instrumentalisten (Trompete, Congas, Djembe und Gitarren) von Akuna Matata waren großartig. Father Cyprian Odongo, Pfarrer der Partnergemeinde St. Mauritz Obiya Palaro in Uganda, war begeistert ob so viel afrikanischen Temperaments im kalten Deutschland und konnte sich am Ende über großzügige Spenden freuen. Das Geld fließt eins zu eins in den Bau des Krankenhauses in Obiya Palaro.     

 

 

Afrika im Kindergarten St. Mauritz

Der Kindergarten St. Mauritz hat sich in den letzten Wochen mit dem Thema Afrika beschäftigt; die Kinder haben gemalt, gebastelt, getanzt und Geschichten aus dem fernen Kontinent gehört. Ganz besonders viel haben sie über das Land Uganda erfahren, denn dort gibt es eine Partnergemeinde ihrer Heimatgemeinde, St. Mauritz Obiya Palaro. Neben dem Verkauf von selbst gebackenen Brötchen war ein Höhepunkt sicher der Sponsorenlauf der Kleinsten um die Dechaneischanze, bei dem die Kinder sich gegenseitig übertrumpfen wollten und Runde um Runde gelaufen sind. Auf diese Weise ist insgesamt eine immense Spendensumme zusammengekommen, die der engagierte Leiter der KiTa, Markus Paul, auf dem Sommerfest dem Ehrengast aus Uganda, Father Cyprian, Gemeindepfarrer von St. Mauritz Obiya Palaro, übergeben konnte.

Benefiz-Konzert

Die Uganda-Hilfe St. Mauritz informiert:

Am Samstag, 23. Juni, wird es vor der Mauritzkirche (bei Regen in der Kirche) um 16 Uhr ein Benefiz-Konzert des Gospelchores Akuna Matata für die Uganda-Hilfe St. Mauritz geben. Mitsingen, mittanzen, mitklatschen – absolut erwünscht!

Der Eintritt ist frei, aber wir bitten um eine großzügige Spende für den Bau des Krankenhauses in Uganda.

„Nippes“ spendet für Uganda

Münster – Eine Spende in Höhe von 2500 Euro konnte der Wirt der Gaststätte „Nippes“, Andreas Verwohlt, dem Vorsitzenden der Uganda-Hilfe St. Mauritz, Ulrich Schmitz-Hövener, überreichen. Das Geld kam bei einer Geburtstagsparty mit mehr als 100 Gästen zusammen. Mit von der Partie waren dabei auch Raymond Koevoets, Oliver Meer und die Live-Band „Los Vegos“. Das Geld ist laut Pressemitteilung für den Aufbau einer Medizinstation bestimmt. Verwohlt plane zudem einen Besuch des Partnerdorfs in Uganda.

Ein Tag im Murchison Falls Nationalpark

Safari – fast jeder in Deutschland kennt die Bedeutung einer Safari. Wilde Tiere, weite Savanne, vereinzelte Bäume unter denen sich Löwen, Antilopen und Büffel ausruhen. Wir kennen die Bilder sehr genau, unabhängig davon ob man schon in Afrika gewesen ist oder die zahlreichen Tierdokumentationen im Fernsehen verfolgt hat.

Die Ugander benutzen das Wort Safari in seiner eigentlichen Bedeutung. Wenn ein Ugander sich auf eine Safari begibt, unternimmt er eine Reise. Dabei können das Ziel und der Zweck der Reise völlig unterschiedlichen Ursprungs sein. Die Diskrepanz zwischen der europäischen und afrikanischen Bedeutung des Begriffs „Safari“ wird erst dann deutlich, wenn man weiß, dass ein Großteil der Menschen in Uganda noch nie eine Safari nach der europäischen Definition unternommen hat.

Um Klartext zu sprechen: Die meisten Ugander waren noch nie in ihrem Leben in einem Nationalpark. Die wilden Tiere, die in unseren Köpfen das Bild des afrikanischen Kontinents prägen, sind auch für die einheimische Bevölkerung etwas ganz besonderes. Aus diesem Grund hat sich die Uganda – Hilfe St. Mauritz dazu entschieden, den Absolventen der Primary School einen Tag im naheliegenden Murchison Falls Nationalpark zu schenken.

Der Murchison Falls Nationalpark liegt im Nordwesten Ugandas, etwa 80 Kilometer westlich von Gulu. Er ist der größte ugandische Nationalpark und wird durch den Nil in zwei Hälften geteilt. In mitten des Parks verjüngt sich der längste Fluss der Welt von einer Breite von 300 Meter auf eine Breite von sieben Metern und stürzt dabei 43 Meter tosend in die Tiefe. Nördlich des Nils bestimmt die Savanne das Landschaftsbild, während der südliche Sektor des Nationalparks stark bewaldet ist. Für unseren Game-Drive – so wird eine Entdeckungstour in Nationalparks genannt – wählten wir den tierreichen Nordsektor des Parks.

Als die Sonne noch nicht am Horizont zu erahnen war, versammelten sich 52 Kinder der Primary School, zehn Lehrer, zwei Schwestern und wir, die beiden deutschen Freiwilligen, in der St. Mauritz Gemeinde in Obiya Palaro. Ein großer Bus stand bereit und wurde in Windeseile mit Getränken und Essen gefüllt. Als der Bus bis auf den letzten Platz besetzt war, begann für 66 Insassen um kurz nach fünf Uhr Ortszeit die erste Safari ihres Lebens. Bereits einige Meter vor dem Eingangstor des Nationalparks schreckten ein paar Klippspringer auf, als der Bus vorbeirauschte. Klippspringer sind kleine Paarhufer aus der Gruppe der Antilopen. Nachdem die Registrierung abgehakt war, ging es mit dem Bus in den Nationalpark. Zu unserer Verwunderung entdeckten wir bereits nach wenigen hundert Metern große Gruppen des Uganda-Kobs. Schnell wurde uns klar, dass der Park einen großen Bestand an Warzenschweine, sämtlichen Hornträgern und Uganda-Kobs aufweist. Über Stock und Stein ging es durch die Savanne, als plötzlich ein Aufschrei die Insassen in absolute Hektik versetzte. Auf der in Fahrtrichtung rechten Seite standen plötzlich drei Rothschildgiraffen auf offener Fläche – ein imposanter Anblick, die bis zu sieben Meter hohen Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Sämtliche Kinder versammelten sich auf der rechten Seite des Busses und drückten die Nase gegen die Scheibe, wenn das Fenster nicht bereits geöffnet war. Während des Game Drives wurden immer neue Tierarten entdeckt. Die leuchtenden Kinderaugen hielten Ausschau nach jeder kleinsten Bewegung, immer auf der Suche nach neuen wilde Tieren. Neben zahlreichen Kuhantilopen und Wasserböcken wurde sogar der hier als selten geltenden Große Kudu gesichtet. Die wunderschön geschwungenen Hörner aller im Nationalpark vorkommenden Paarhufer hinterließen einen bleibenden Eindruck. Besonders große Begeisterung herrschte, als sich beim Passieren des Busses eine Herde Kaffernbüffel erhob und in Bewegung setzte. Die Erde vibrierte, als die massiven Tiere das Weite suchten. Ein weiteres Highlight der Tour war die Sichtung von Elefanten, die auf der Suche nach dem nächsten Wasserloch, erhaben durch die Landschaft streiften. Angekommen am Nil setzten wir samt Bus über und machten uns auf den Weg zum höchsten Punkt der Murchison Falls. Als wir am Parkplatz einen kurzen Blick auf die gewaltigen Murchison Falls erhaschten und zu Mittag aßen, mussten wir leider aufgrund eines Defekts des linken Vorderreifens umkehren. Auf dem Rückweg durch den Südsektor des Parks sahen wir schließlich die ersten Paviane. Ein weiterer Game-Drive im Nordsektor brachte uns schlussendlich wieder zum Ausgang des Parks.

Der Nationalpark zeigte sich da noch einmal von einer anderen Seite, als wir an einem Wasserloch große Vögel wie den Goliathreier und den Schreiseeadler auf der Jagd erblickten.  Danach fuhren wir auf dem Highway zurück nach Obiya Palaro.

Dieser Tag hat bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir wünschen den Kindern, dass sie auch zukünftig diesen wunderbaren Park besuchen können.

Computer und Werkzeuge für Obiya Palaro

Liebe Freunde der Uganda-Hilfe Münster,

Viele Grüße aus Obiya Palaro senden Sophie Baumeister und Steffen Lechtermann. Wir sind die beiden neuen Freiwilligen, die derzeit die ugandische Gastfreundschaft in Anspruch nehmen dürfen. Zusammen mit den hiesigen Ingenieuren arbeiten wir am Projekt Hospital. Nachdem wir mittlerweile fünf Wochen hier sind, wenden wir uns mit zwei kleinen Projekten an Sie, bei denen wir Ihre Hilfe brauchen.

Für die Fertigstellung des Hospitals werden Werkzeuge benötigt. Möchte man hier mehr als nur eine kleine Säge oder einen Zollstock kaufen, muss man bis in die 350km entfernte Hauptstadt Kampala reisen. Die Preise für ordentliche Werkzeuge und Maschinen sind jedoch für den normalen Ugander nicht zu bezahlen. Der durchschnittliche Tageslohn liegt hier umgerechnet bei etwa 2,50€, die Preise für Werkzeuge sind hingegen vergleichbar mit denen in Europa. Mit den Werkzeugen soll nach dem Bau des Krankenhauses ein kleiner Workshop in einem leerstehenden Gebäude entstehen. Hier soll jungen Menschen der Umgang mit Werkzeugen und Maschinen beigebracht werden. Dies könnte auf Dauer die Basis für eine Berufsschule bilden.

Als zweites Projekt wird angestrebt, die kleine Bücherei in der Gemeinde um einige Computer und einen Multifunktionsdrucker zu erweitern. Für sehr kleines Geld soll der Gemeinde so Zugang zu Internet gewährt werden. Hier sollen kleine Schulungen im Umgang mit dem Internet und wichtigen Programmen wie Word oder Excel durchgeführt werden. Der Drucker und Kopierer würde es allen ermöglichen selbst verfasste Texte oder gesammelte Recherchen aus dem Internet auszudrucken. Außerdem hätte man mit der lokalen Schule und dem Kindergarten bereits zwei große Abnehmer, die das Projekt finanziell auf Dauer tragen würden. Die vergleichbaren Copyshops, die bisher zum Druck von Arbeitsblättern oder Klassenarbeiten genutzt werden mussten, sind sehr teuer.

Wer spenden möchte, kann dies auf der Seite für projektbezogene Spenden gerne tun.

Fast wöchentlich berichten wir über unsere Erfahrungen und Erlebnisse hier in Gulu in unserem Blog. Wir freuen uns über jeden Besucher, dem wir die afrikanische Lebensweise und Kultur damit näherbringen können.

http://www.uganda-hilfe.de/guests-and-volunteers/sophie-b-und-steffen-l-november-2017-april-2018

Wir wünschen Ihnen und euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Steffen und Sophie